Der Sturm

Unterrichten

Derzeit unterrichte ich als Dozent an der Bruckneruni Linz (Improvisation, Vorsprechmonologe, Veranstaltungsmanagement)

Sujet Indien

INDIEN

Gemeinsam mit Martin Dreiling proben wir die sehr österreichische Tragikomödie

der Kabarettisten Hader / Dorfer für das Theater Spectacel Wilhering ab 4. August in der Scheune des Stifts Wilhering

 

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Signore Volpone und seine Erbschleicher

Derzeit inszeniere ich für das Theater Spectacel Wilhering im Sommer 18 (Gesamtleitung, Regie)

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Daddies – Schief Gewickelt

von und mit Martin Dreiling und Joachim Rathke
Regie und Dramaturgie Doris Happl
Ausstattung Isabella Reder

Wenn zwei Frauen Kinder kriegen, dann ist die Welt gleichzeitig auch um zwei Väter reicher.
Das war schon bei den Nibelungen. Und so ist es auch heute noch. Im Jahr 2014 hat dieses Wunder, manche würden es „Schicksalsschlag“* nennen, auch die beiden Schauspieler Joachim Rathke (bereits zum dritten Mal!) und Martin Dreiling ereilt.
Aus dieser gemeinsamen Lage erwuchs schließlich der Drang, diese Erfahrung künstlerisch zu verarbeiten und mit Publikum zu teilen. Das Genre war mit Kabarett rasch gefunden. Die Stoßrichtung war sofort klar.
Als Franz und Ferdinand schwadronieren und beschweren sie sich; erheben die Vaterschaft zum Sargnagel des Freien Mannes und die Mütter ihrer Kinder zu Trickbetrügerinnen.
Denn dass diese zwei Männer, randvoll mit Adrenalin, überhaupt Daddies werden, geschieht natürlich gegen ihren Willen. Diese persönliche Katastrophe wird von ihren Frauen hinterrücks herbeigeführt. Es ist ein brutaler Angriff auf das Freiheitbedürfnis eines passionierten Tresensitzers, eine rücksichtslose Attacke auf die Karriere eines Philosophieprofessors. Was wird werden – jetzt, wo das Leben zu Ende ist?
Aber die beiden haben die Rechnung ohne ihre Kids gemacht, die sich Stück für Stück
in ihre Herzen stehlen…

Es wird höchste Zeit, die psychischen Ups und Downs des starken Geschlechts rund um Schwangerschaft, Geburt und Vaterschaft einer gründlichen Analyse zu unterziehen. Denn alles ist ausführlich untersucht und beschrieben: Jeder Rülpser der Mutter, jede Blähung des Kindes. Nur eines nicht: Die Not des Homo Sapiens Masculus in dieser Zeit des Schreckens.

Das absurde Kabarett Daddies – Schief gewickelt feiert seine Uraufführung im Rahmen des „Heimspiels 2016“ am Donnerstag, 11. Februar 2016 um 20.00 Uhr im Linzer Posthof.

*sagt Figur „Franz“ im Kabarett

TERMINE

Uraufführung am Do, 11. Februar 2016, 20.00 Uhr, Posthof, Mittlerer Saal
Fr, 12. Februar 2016, 20.00 Uhr, Posthof, Mittlerer Saal / posthof.at

Weitere Termine:

9. und 10. Februar 2017 in Lichtenberg bei Linz.

9. Juni 2017 in der Freilichtbühne Waldhausen.

14. Oktober 2017 in Scharten.

Weitere Infos: www.daddies-schief-gewickelt.at

 

Peter und der Wolf

Ballett von Darrel Toulon
Musik von Sergej Prokofjew
Textfassung von Darrel Toulon und Joachim Rathke

Peter: Jonatan Salgado Romero
Der Vogel: Clara Pasual Marti
Die Ente: Anna Sterbova
Der Wolf: Sakher Almonem
Der Kater: Alexander Novikov
Der Erzähler / Großvater: Joachim Rathke

Die musikalische und szenische Erweiterung (Das Märchen wird in den Rahmen eines Kindergeburtstages verpackt) schafft Raum und Gelegenheit für Tänzer und den Erzähler (mit – und hinreissend: Joachim Rathke, das Publikum mit einzubeziehen. ( ) Kinder, Tänzer und das Publikum haben schlicht und ergreifend eine Riesengaudi. ( ) Diese Ballettinszenierung ist jedenfalls eine adäquat stilbildende, wilde, rasante, liebe und ungemein komische Adaptierung. (Standard, 7.01.13)

Bei der Premiere am Samstag erhielt die slapstickreiche und zugleich poetische Inszenierung heftigen Beifall. Der Auftritt eines leibhaftigen Erzählers kommt den Publikum noch mehr entgegen, vor allem, wen diese Rolle von Joachim Rathke übernommen wird. Er führt mit (geplantem und spontanem) Witz liebevoll durch die Geschichte, die auch  Schreckmomente kennt…(Krone, 7.01.13)

Die neue Rahmenhandlung zeigt 5 Freunde, die einen wilden Streit um eine Torte aufführen. Der „Großvater“, um Einfälle nicht verlegen, hat alle mühe, sie zu bändigen. Für die heiteren und komischen sowie temperamentvollen und höchst lebendigen Szene, lässt er als „Erzähler“ allen Registern der Erzählkunst freien Lauf. Als Erzähler und Großvater findet Joachim Rathke präzise das Richtige für die Worte, den Ausdruck und die Einbeziehung des Publikums…(Landesbericht,   7.01.13)

Die Kameliendame

Ein electro – klassischer Remix nach dem Roman von Alexandre Dumas d.J. / Libretto von Philipp Krückemeier / Musik von Dennis de Rose (klassisch) und Björn Büchner (electro)

Joachim Rathke und Eva- Maria Aichner lavieren sich als verliebter Freier und tuberkulöse Prostituierte ausgesprochen komisch durch Krückemeiers Singspiel. Aichner als blutspuckende Marguerite in einem Plastikkleid, das an eine verblühende Kamelie erinnert, und Rathke (Armand) als ältlicher, naiver Alain-Delon-Verschnitt sind glaubwürdig selbstironisch. (Standard, 30.03.14)

Philip Krückemeier verlässt das Haus erhobenen Hauptes. Zum Abschied hat er uns diese herrlich mit Klischees gurkende Operette geschenkt, Slapstick per Entengang, aber auch berührende Momente, wenn Marguerite und Armand zu Seifenblasen und Blümelein per Kazoo ein wunder-bares Duett anstimmen. Und es wird gesungen, was die Stimme nicht hergibt. Ein wunderbarer Joachim Rathke ist in seiner letzten Schauspiel-Premiere auch (oben ohne) romantischer Sänger, dem in „höheren“ Lagen inbrünstig die Stimme bricht. Er ist Armand. Eva-Maria Aichner ist Marguerite, in ihrem Latex- Röckchen fragiles Püppchen und pragmatische Kraft.  Junges Pärchen sind sie keines, die Erfahrung, dass Liebe bricht. Des Wahnsinns großartige Beute ist Anna Eger als Die Erzählerin, die da und dort Details anbringt, Liebe und Drama lenkt, rhythmisch vollendet Textmassen aus ihrem Munde lässt …(Volksblatt, 30.03.14)

Ein richtiger Knaller ist „Die Kameliendame“ – ein electro-klassischer Mix nach dem Roman von Dumas – Librettist und Regisseur Philip Krückemeier hat das Liebeshalbweltspiel in 29 zügige Szenen gegossen, die neben der Liebe auch Theatertheorie nicht vernachlässigt. Es ist einfach zum Verlieben hinreißend, wenn sich der romantisch reiche Armand – brillant patschert mit bröselnder Kopfstimme: Joachim Rathke – in die käufliche Marguerite verliebt, der Eva-Maria Aichner in tanz-wütiger Exaltiertheit Blut spuckendes Format verleiht. ( ) Die „Ah und Oh“-Liebesarie könnte in die Theatergeschichte eingehen. ( ) Wer sich diese durchgeknallte Kameliendame entgehen lässt, ist selber Schuld. (Krone, 30.03.14)

 

Der Augenzeuge

Regie:

Die letzten Gewissensbisse
vor dem Vergessen

Regie: Gerhard Willert
Besetzung : Karl M. Sibelius, Sabine Martin, Joachim Rathke, Katharina Solzbacher, Isabella Szendzielorz, Heinz Weixelbraun

Die Wiedervereinigung der
beiden Koreas

Besetzung:
Siebenundzwanzig Frauen: Eva-Maria Aichner, Bettina Buchholz, Barbara Novotny, Katharina Wawrik, Jenny Weichert
Vierundzwanzig Männer: Björn Büchner, Thomas Kasten, Klaus Köhler, Joachim Rathke
Die, die singt: Barbara Novotny

Inszenierung: Gerhard Willert
Bühne: Florian Parbs
Kostüme: Silke Fischer
Musik: Wolfgang „Fadi“ Dorninger
Dramaturgie: Matthias Döpke

( ) Sich immer mehr in Wut hineinsteigern kann kaum jemans so überzeugend wie Landestheater – Schauspieler Joachim Rathke: So wie er dies auch wieder in jener Szene tut, in der er die Freundschaft durch den Freund zerstört sieht, den Klaus Köhler derart perfide mimt, dass man das Wütend werden so gut verstehen kann. Die ist nur eine jener 18 Episoden, die der französische Autor Joel Pommerat in seinem jüngsten Stück meisterhaft zu einem homogenen Ganzen fügt. ( ) Jede und jeder im Schauspielteam hat wunderbare, prägnante und einprägsame Auftritte. Als da wären: Nochmals Joachim Rathke als schuldbewusster Pfarrer…(OÖN, 3.02.14)

Absurdistan

Das Herz in der Lederhose

Ein Stückauftrag des Landestheaters Linz:

Die beiden Schauspieler Günter Rainer und Joachim Rathke haben eine Eigenproduktion entwickelt, ein Projekt, das bei der Uraufführung das Publikum begeisterte. ( ) Es ist nicht selbstverständlich, das „Stars“ eines Theater so viel Selbstironie – in manchen Momenten bis zur Schmerzgrenze – entwickelt und dann auch noch den Mut haben, die Sache auf die Bühne zu bringen. Nicht selbstverständlich ist auch, dass die Intendanz dafür grünes Licht geben. Schließlich bekommen auch sie ihr Fett ab. ( ) Eitle und eifersüchtige Schauspieler werden genauso persifliert wie überdrehte Regisseure, das Regietheater mit seinen unsinnigen Inzenierungsgags, aber auch der Opern – und Operettenbetrieb bleibt nicht ungeschoren. Zu Günter Rainer gesellt sich der kongeniale Nebojsa Krulanovic. Die Ausstattung besorgte Caroline Stark. ( ) Alles in allem ein ebenso gelungenes wie in seiner theatralischen Selbstkritik ungewöhnliches Projekt des Linzer Landestheaters. (Standard, 7.01.2003)